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Von der Idee zum Firmenlogo

Blogbeitrag_OMNES_Logodesign

Das Firmenlogo ist oft der erste visuelle Eindruck, den Verbraucher von einer Marke bekommen und damit ein unverzichtbares Schlüsselelement im Corporate Design. Dabei ist die Zahl der Designer für Logo-Gestaltung inzwischen unüberschaubar geworden.

Und von den Preisen her unterscheiden sich die Angebote drastisch. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie entsteht ein aussagekräftiges Firmenlogo und worauf kommt es dabei an?

Das Unternehmen kennenlernen und verstehen

Erste Ansatzpunkt für die Entwicklung eines Logos ist das Gespräch zwischen Kunde und Logo-Designer. Dabei kann es sich um einen einzelnen Freelancer oder aber auch um eine Agentur handeln. In einem solchen Briefing, welches auch über das Telefon oder Skype stattfinden kann, werden wichtige Fragen geklärt:

  • In welcher Branche ist der Kunde tätig?
  • Was sind die Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens?
  • Wie lautet die Zielgruppe?
  • Wie sind die Logos der Konkurrenz gestaltet?
  • Gibt es bereits konkrete Vorstellungen für ein Logo (Farben, Typografie etc.)?
  • Wo soll das Logo eingesetzt werden (Print, Online Shop, auf Kleidung usw.)?

Mit den Ergebnissen aus dem Briefing kann die Arbeit am Logo beginnen. Dabei entwickeln die Designer mehrere Entwürfe, in die alle gemeinsam besprochenen Aspekte einfließen. Der damit verbundene Aufwand ist nicht zu unterschätzen, denn die Anforderungen an ein gutes Firmenlogo sind hoch.

Das zeichnet starke Logos aus:

  • Unverwechselbarkeit
  • Hoher Wiedererkennungswert
  • Eindeutige Zuordnung der Branche
  • Einfachheit
  • Harmonisches Zusammenspiel von Form und Farbe

Insbesondere der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. So ergab eine Studie, dass Verbraucher in Branchen wie Immobilien, Technologie, Finanzen, Recht, Marketing, Gesundheitswesen und Landwirtschaft stark von Farben beeinflusst werden. Dabei stellte sich zugleich heraus, dass sich mehr als die Hälfte der befragten Unternehmer keine Gedanken um die Farbe ihres Logos machte.

Logo-Designer haben daher die Aufgabe, ein Logo zu entwickeln, das die Firma und ihre Werte widerspiegelt, sich aber dennoch von der Konkurrenz abhebt, ohne generisch oder überfrachtet zu sein. Zugleich hat ein guter Designer immer die Einzigartigkeit und die Wirkung von Farben vor Augen. Getreu dem Motto des Typographen Kurt Weidemann:

„Ein Logo ist dann gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann.“

Zwar können die meisten Kunden die Logos ihrer Lieblingsmarken nicht korrekt aufzeichnen, aber abgespeichert werden sie trotzdem, wie ein Versuch von signs.com zeigt.

Dabei ist auch entscheidend, dass Logos in der flexiblen Darstellung für das Web optimiert sein müssen. Wie genau das aussieht, veranschaulichen diese Beispiele.

Im nächsten Schritt hin zum fertigen Logo werden die Entwürfe dem Kunden vorgelegt und er wählt aus, welches Logo ihm am besten gefällt. Oftmals kommt es in dieser Phase noch zu Änderungswünschen des Kunden. Hier sollten Agenturen sich bereits im Vorhinein absichern und dem Unternehmen genau mitteilen, welche Änderungswünsche im Preis inbegriffen sind und ab wann ein erheblicher Mehraufwand extra vergütet werden muss.

Billiglogos aus dem Internet: eine gute Alternative?

Nicht wenige Unternehmen wollen sparen, indem Sie auf internationalen Jobplattformen Freelancer aus aller Welt beauftragen, um ein Logo zu designen. Das ist insbesondere bei Startups mit Blick auf das Budget verständlich, birgt aber auch Gefahren, denn diese Logos sind in der Regel generisch.

Das heißt, dass Sie sich bei einem Logo, für das Sie nur sehr wenig Geld bezahlt haben, nicht sicher sein können, ob es sich nicht nur um ein Template handelt, das der Designer für tausende Kunden nur leicht anpasst. So ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie Ihr Logo in nahezu identischer Form eines Tages bei einem Ihrer Mitbewerber entdecken. Das kann Ihrem Image schaden und bis hin zu Abmahnungen führen.

Ein weiteres Problem ist das oftmals dürftige Briefing, wenn es überhaupt die Möglichkeit dazu gibt. Die meisten Billiganbieter stellen nur ein überschaubares Kontaktformular zur Verfügung. Bei einem Gespräch mit professionellen Designern ergeben sich jedoch weitaus bessere Synergien und Erkenntnisse hinsichtlich der Gestaltungswünsche.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein gutes Firmenlogo originell, unverwechselbar, einprägsam und aussagekräftig sein muss. Dies ist mit kreativem Aufwand verbunden, der sich jedoch beim Branding über Jahre und Jahrzehnte bemerkbar macht. Denn ein starkes Logo lässt sich nicht nur leicht in den Sand kratzen, sondern bleibt auch in den Köpfen der Kunden.

 

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